Damme, St. Viktor


Die Orgel im „Dammer Dom“ gehört zu den großen Instrumen­ten der renom­mier­ten Wilhelms­have­ner Orgelbauwerk­statt Alfred Führer. Die Weihe fand am 4. Advent 1975 statt.

Sie umfasst 40 Register und ein Schalenglockenspiel auf drei Manualen und Pedal. Die Werkgliederung in Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedalwerk ist im Gehäuseaufbau klar wiederzuerkennen, womit das Instrument an die norddeutsche Barocktradition anknüpft. Die Trakturen sind gemischt (Spieltraktur mechanisch, Registertraktur elektrisch). Die Disposition – entworfen von Prof. Günter Berger (Delmenhorst) – bezieht Elemente des französischen Orgelbaus mit ein, was die Dammer Orgel zu einem besonders vielseitigen Instrument macht. Die Schnitzarbeiten am Orgelgehäuse stammen vom heimischen Künstler Ferdinand Starmann (Neuenkirchen). Der Entwurf des gesamten Prospektes ist von Dr. Josef Bohland aus Hildesheim konzipiert. Matthias Gärtner und Kurt Bauer intonierten die Orgel. Um mit den „nur“ 40 Registern den großen Kirchenraum ausfüllen zu können, ist die Orgel recht kräftig intoniert, klingt aber im Kirchenraum ausgewogen und bietet vielfältige Klangmöglichkeiten.

Im Jahr 2013 wurde die Orgel durch die Orgelbauwerkstatt Fleiter aus Münster gereinigt und generalüberholt. Dabei erhielt sie eine moderne elektronische Setzeranlage, im Pedal wurde die Trompete 4' zu 8' umdisponiert. Die Manualkoppeln sind nun elektrisch, wodurch auch die Koppel III-I hinzugefügt werden konnte. Unter Leitung von Eberhard Hilse wurde die Intonation überarbeitet.

DISPOSITION

I. RÜCKPOSITIV | C–g³


Metallgedackt 8'

Quintade 8'

Praestant 4'

Blockflöte 4'

Waldflöte 2'

Quinte 1 1/3'

Sesquialtera 2f. 2 2/3'

Scharff 4f. 1'

Franz. Krummhorn 8'

Tremulant

Koppel III-I

II. HAUPTWERK | C–g³


Praestant 8'

Koppelflöte 8'

Oktave 4'

Spitzflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Oktave 2'

Mixtur 6f. 1 1/3'

Trompete 16'

Trompete 8'

Koppel III-II

Koppel I-II

III. SCHWELLWERK | C–g³


Bordun 16'

Holzgedackt 8'

Gemshorn 8'

Schwebung 8' ab cº

Prinzipal 4'

Rohrflöte 4'

Nasat 2 2/3'

Prinzipal 2'

Terzflöte 1 3/5'

Mixtur 4-6f. 2/3'

Bombarde 16'

Trompette harmonique 8'

Trompete 4'

Tremulant

Glockenspiel (cº–d³)


PEDAL | C–f¹


Praestant 16'

Subbaß 16'

Oktave 8'

Gedackt 8'

Hohlflöte 4'

Bauernflöte 2'

Rauschbaß 5f. 2 2/3'

Posaune 16'

Trompete 8'

Koppel III-P

Koppel II-P

Koppel I-P


SPIELHILFEN: Elektronische Setzeranlage (je 64 Kombinationen, 16 Ebenen, 3 Schlüssel), Sequenzer, Nulltaster

SYSTEM: Schleiflade mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur, Pedalkoppeln mechanisch (durchkoppelnd), Manualkoppeln elektrisch